Willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Finowfurt

AN(GE)DACHT...
Hereinspaziert

 

Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott!

Monatsspruch Dezember 2019

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Freunde unserer Kirchengemeinden,

reden wir über Vertrauen... mit Blick auf dieses vergehende Jahr, mit Blick auf unsere Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der zurückliegenden Tage dieser Zeit, mit Blick auf Social-Media, mit Blick auf die Politik, mit dem Blick auf uns... in einer scheinbar auseinanderbrechenden Welt...

Reden wir über Vertrauen? Vertrauen ist ein zerbrechliches und überaus kostbares Gut. Ich persönlich vertraue nur wenigen Menschen – ganz einfach, weil ich da so die ein oder andere Erfahrung machen musste, vielleicht auch machen sollte. Das Gegenteil von Vertrauen ist (in einem landläufigen Sinne) Misstrauen. Ich glaube: darin erschöpft es sich nicht. Nicht jedes enttäuschte Vertrauen muss gleichsam automatisch in ein umfängliches Misstrauen münden – das wäre schlimm. Aber es mahnt einen doch zu einer gewissen Vorsicht …

Fehlendes Vertrauen kann man oft schon in einem oder auf einen Blick sehen. Jemand schaut eine/n andere/n an, und schon in diesem wechselseitigen Blick ist etwas davon zu erkennen. Wir beide (ich und mein Gegenüber) wissen: wir hätten eigentlich was zu klären. Aber – wir reden nicht drüber. Wir umschleichen uns vielmehr in Vorsicht. Denn so richtig sicher, wie es weiter gehen könnte, sind wir uns beide auch nicht. So manch eine/r verlässt dann einfach entrüstet den Raum …

Reden wir also über Vertrauen. Ganz ehrlich: unser ganzes „Gerede“ von Gott – im Gottesdienst, in Gemeindekreisen oder in persönlichen Begegnungen in- und ausserhalb der Gemeinde – kann ohne ein Grundvertrauen gar nicht gelingen. Ein solches Vertrauen kann dabei nicht wechselseitig menschlich bedingt sein – denn das wäre arm. Solch ein Vertrauen muss vielmehr ganz woanders gründen. Vielleicht bei Gott? Der kommt uns ja mit einem Vertrauensvorschuss entgegen! Ohne solch einen Vorschuss, verkümmerten wir Menschen immer nur an den Grenzen unserer eigentlichen Möglichkeiten. Gott vertraut sich uns an. Damit traut er uns ganz schön was zu!

Das ist für mich Weihnachten. Weihnachten nimmt unser Vertrauen in den Blick. Es fragt uns  existentiell an. Es fragt danach, worauf wir vertrauen und worauf wir uns verlassen wollen – bei aller Dunkelheit und in aller Ausweglosigkeit. Ich will – gerade deshalb – vertrauend glauben: Dir und mir ist heute der Heiland geboren! (frei nach Lk, 2, 11).

Bleiben Sie, bleibt Ihr weihnachtlich behütet  Ihr/ Euer Ulf Haberkorn

 

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